Gesetze »

Gesetze für Babysitter, Kinderbetreuer und Eltern

Gesetz zum Jugendschutz Möchten die Eltern einmal ausgehen, möchten Sie ihr eigenes Kind in guten Händen wissen. Hierzu bieten diverse Plattformen Vermittlungen von Babysittern in der Region an.

Hierbei sind jedoch die Gesetze bezüglich der Kinderbetreuung zu beachten. Bei der Beschäftigung Jugendlicher, sind hier vor allem die verschiedenen Gesetze maßgeblich, die dem Jugendschutzgesetz unterfallen.

Wie alt muss der Babysitter sein?

Um in der Kinderbetreuung tätig werden zu dürfen, muss man wenigstens 13 Jahre alt sein. Dies ergibt sich aus § 5 Absatz 3 Jugendarbeitsschutzgesetz (JarbSchG) in Verbindung mit § 2 Absatz 1 Kinderarbeitsschutzverordnung (KindArbSchV). Überdies hinaus verlangen die Gesetze, dass 13 bis 15 Jährige eine Einwilligung ihres gesetzlichen Vertreters vorlegen. Erst ab 15 darf ein Jugendlicher ohne Zustimmung in der Kinderbetreuung tätig werden.

Zu welchen Uhrzeiten dürfen Jugendliche arbeiten?

Anders als im Jugendschutzgesetz, nach welchem 14 Jährige bereits Jugendliche sind, gelten nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz 13 und 14 Jährige noch als Kinder. Daher dürfen diese laut § 5 Absatz 3 Jugendarbeitsschutzgesetz nur zwischen 8 und 18 Uhr und maximal 2 Stunden täglich in der Kinderbetreuung tätig werden. Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren dürfen diese Tätigkeit bis 20 Uhr übernehmen. Eine Beschäftigung vor oder während des Schulunterrichtes ist nach dem Jugendschutzgesetz nicht erlaubt.

Gesetze zur Aufsichtspflicht

Nach § 832 des Bürgerlichen Gesetzbuches haftet der Aufsichtspflichtige für alle Schäden, die im Rahmen dieser Aufsicht entstehen. Grundsätzlich sind dies gemäß der §§ 1626 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches die Eltern des Kindes. Darum müssen diese die Aufsichtspflicht ausdrücklich auf den Babysitter übertragen. Dies kann schriftlich, aber auch mündlich erfolgen. Bei Kindern nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz ist hierbei zu beachten, dass die Einwilligungserklärung ihres gesetzlichen Vertreters auch die Einwilligung umfassen muss, dass ihr Kind die Aufsichtspflicht für ein anderes übernimmt. Eine Aufsichtspflicht kann selbstverständlich nur in dem Rahmen übertragen werden, in dem es das Jugendschutzgesetz überhaupt zulässt. Eine vollständige Übertragung ist daher nur auf Volljährige möglich.

Versicherungsrechtliche Fragen

Jugendliche bis 18 Jahre sind in der Regel über ihre Eltern haftpflichtversichert. Bevor diese jedoch einen Job als Babysitter übernehmen, sollten sie bei der Versicherung nachfragen, ob diese auch Schäden im Rahmen einer entgeltlichen Tätigkeit übernehmen. Gegebenenfalls ist hier nämlich eine Zusatzversicherung erforderlich. Die Unfallversicherung hat stets der Arbeitgeber zu tragen. Dieser ist also auch für Schäden haftbar, die der Babysitter auf dem Hin- und Rückweg erleidet.

Dies ist keine Rechtsberatung

Die Rubrik “Gesetze” dient lediglich der Information und spiegelt den derzeitigen Stand der deutschen Rechtsprechung wider. Aufgrund standesrechtlicher Bestimmungen dürfen wir leider keine beratenden Auskünfte geben. Für juristische Fragen im Einzelfall kontaktieren Sie bitte einen zugelassenen Rechtsanwalt Ihrer Wahl.

Babysitter Anzeige

Babysitter Jobs

Babysitter, Babysitterkurse und Babysitter-Jobs bundesweit